Anmerkung des Verfassers: vom 15.04.2007 Nun muss ich ja seit letzten Oktober beobachten, dass gerade ARD/ZDF alte Propagandafilme ausstrahlen, wohl diese Dokumentation kennend: Phönix z.B. Ostern non stop. Ich muss wirklich dafür werben, die Diskussion zu versachlichen, auch wenn ganz Weltbilder zusammenbrechen (mir ging es nicht anders). Die übrigen Web-Seiten sind peinlichst gesäubert, um ja nicht den Standort der US Botschaft zu zeigen. Dieses kleine Foto ist der WebSeite Topografie des Terrrors entnommen. Es dient der Vorbereitung einer Schau über den Sicherheitsdienst (SD), der Schweizer Architekt ist ja entlassen und wir harren der Dingen. Aber dieses kleine Foto zeigt den Wilhelmplatz nach 1933 mit bereits eingebautem Bunker. Rechts vom Reichspresseamt ist die Lücke geschlossen und quer hinter der historischen Fassade gelangt man in die riesige Eingangshalle des Propagandaministerium. Ja aber da endet das Foto, wo es interessant wird, nämlich der Eingang zur US-Botschaft.
Dies ist wirklich bösartige Absicht.
So sieht das Kleisthaus im Erdgeschoss heute aus, aber noch vorhanden der Durchbruch der Türen von der US-Botschaft in den Ehrenhof Goebbels aus dem Jahre 1933
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Die Menschen, die ich auf meine Recherchen in Berlin anspreche, sind unwahrscheinlich offen und hilfsbereit, seinen es Mitarbeiter bei der BVG (allerdings hat man das Büro am Pariser Platz ganz schnell geschlossen), der S-Bahn, Hotels, Landesvertretungen. Jeden, den ich treffe, den ich mit den baulichen Tatsachen bekannt mache, tritt ein gewisses heiteres Lächeln ins Gesicht. Selbst eine 18-jährige mit australischen Englisch und deutschem Freund, gerade mal 2 Wochen in Berlin, deren jüdische Eltern nach Australien geflohen sind , reagiert: „ich hab es doch gewusst“. Sonderbar.

Herr J. Goebbels 1935 mit seinen Staatssekretären

Dokumentation Fotographien (Berlin-Mitte)
US amerikanische- Botschaft im Kleisthaus und "Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda" des Herrn J. Goebbels
US-Embassy in Kleist House (1920-1945) Wilhelmplatz 7
Nachfolgende Fotos zeigen das ab 1933 hergestellte Bauensembel Nazi-Propagandaministerium/US-Botschaft
TAFEL 1 Analoge Fotografie Januar 2007
Kleisthaus in der Mauerstraße in Berlin-Mitte,
von 1920-1945 Sitz der US-amerikanischen Botschaft (ab 1937 erweitert am Pariser Platz 2/ Goebbelsche Dienstvilla in den Ministergärten):
TAFEL 2 Analoge Fotografie Januar 2007
US amerikanische Botschaft im Kleisthaus im baulichen Ensemble mit dem Nazipropagandaministerium Sicht in der Mauerstrasse
Sicht nach Norden in Richtung Unter den Linden
Gebäude links Kleisthaus, Sitz der US-Botschaft seit 1920,
heute genutzt durch das Bundesarbeitsministerium
Mittelgebäude daneben nach Norden, erbaut ab 1933 Goebbelsches "Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda", heute genutzt durch das Bundesarbeitsministerium
a.
leicht verdeckt Haupteingang von der Mauerstraße, führt
in eine bis zum Wilhelmplatz reichende Empfangshalle, davon abgehend
in das Kleisthaus (US-Botschaft) und Bürotrakt Goebbelsches
Propagandaministerium b. Längsbürotrakt
Propagandaministerium c. weitererer Eingang Mauerstraße d.
Hochbunker
TAFEL 3 Analoge Fotografie Januar 2007
Sitz der US-amerikanischen Botschaft seit 1920, ehemaliger Wilhelmplatz 7,
Vorderhaus und 1. Hofhaus im Umbau und verkleidet hinter einer Bauplane, links daneben der Eingang zum früheren "Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda",

Anmerkung: Für den geneigten Betrachter, unsere Berlinkenner wissen dies natürlich, befinden wir uns hier in der 1. größeren Stadterweiterung Berlins, die unter dem Großen Kurfürsten begonnen wurde. Den maßgeblichsten Einfluss hatte der vom Niederrhein stammende Johann Nering, Architekt von Schloß Charlottenburg und Zeughaus ua. In dieser Zeit nach dem 30jährigen Krieg und der Staatsgründung Preußens 1701 legt man sich auf Regeln fest aus dem Gedanken, das der Mensch im Vordergrund zu stehen hat und dass jeder Mensch gleich zu behandeln ist. Dies entnehme ich keiner Universitätsschrift, sondern der Art und Weise der Bauregeln für die Stadt Berlin. Diese Regeln gewähren jedem Stadtbewohner ein ebenmäßiges Stadtbild in einer Manufakturausführung, die einmalig auf der Welt ist.
Regel: einheitliche Baulinie (Blockrandbebauung)
Regel: die Dachentwässerung erfolgt zur Strasse, die Traufhöhe (d.h. die Schnittlinie von Dach zur straßenseitigen Wand beträgt 23 m)
Danach muss festgestellt werden, dass das Goebbelsche Propagandaministerium gegen den Geist preußischer Bauregel entworfen worden ist. Es verstößt gegen die Regel der einheitlichen Baulinie, tritt in etwa 3-4 m hinter dieser zurück (wie im übrigen auch der Neubau der US-Botschaft am Pariser Platz 2, und ganz links auf dem Foto die Landesvertretung Thüringens)
Das Goebbelsche Ministerium konnte, wie auch heute, vom Wilhelmplatz als auch von der Mauerstraße betreten werden. Man gelangt in eine riesige Halle, die sich von der Mauerstraße bis zum Wilhelmplatz erstreckt und in der Höhe bis unter das Dach reicht. Von dieser Halle ausgehend gelangte man und gelangt man noch heute in das Kleisthaus, Sitz der US Botschaft von 1920 bis zum Ende des Krieges (Fotos demnächst, Herr Müntefering hat freundlicherweise die Dokumentation zugelassen (im Februar 2007) )
Der Komplex wird heute vom Arbeitsministerium genutzt, nach Norden schließt sich ein Hochbunker an:m Hintergrund der dazugehörige Hofquerriegel im Grauen Naturstein gehalten:
TAFEL 4 Analoge Fotografie Januar 2007
Westlicher Innenhof Propagandaministerium (Heute Arbeitsministerium)
Goebbelsches "Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda" Hofseite West,
rechts
der Querriegel zur Abgrenzung zum Hof Ost, heute genutzt als
Arbeitsministerium:
TAFEL 5 Analoge Fotografie Januar 2007
Offizielle Stelltafel mit Foto des alten Reichspresseamtes
Die Fotoabbildung ist vom gleichen Standpunkt wie der Standpunkt vorheriges Bild. Es zeigt das alte preussische Palais. Der Text erscheint als vollkommen überholt und desorientierend angesichts der Tatsache,
dass
die US-Vertretung im baulichem Verbund zu Goebbels Ministerium war.
TAFEL 6 Analoge Fotografie ca. 1920 er Jahre
Der Wilhelmplatz in den 1920 er Jahren
Und so sah der Wilhelmplatz aus nach ebenmäßigem
preussischem Stadtbild: Der Blick geht nach Osten, in der Mitte der
Eingang in die U-Bahn, links von der Mitte das Haus der Ritterschaft
(daneben links nicht im Bild die US-Botschaft, rechts von der Mitte
das Hotel Kaiserhof),
dazwischen nannte sich die Straße Zietenstraße (querlaufend dann die Mauerstraße), die übergeht in die Mohrenstraße (die auf den Gendarmenmarkt passierend das heutige Hotel Hilton und passierend das heutige Ministerium für Justiz, in das man mich nicht hineinläßt)

schön
zu sehen ist die einheitliche Traufhöhe, die einheitliche
Baulinie, die allenartige, baumbesäumte Ausgestaltung des
Straßenraumes (im übrigen war in der alten Friedrichstadt
rund dem Gendarmenmarkt als einzigem Stadtteil wahrscheinlich in ganz
Preußen auf die allenartige Besäumung der Straßen
bewußt verzichtet worden)