Einrichtungen in Berlin der SS – das ist das gebräuchliche Kürzel – allerdings kann es nur die Abkürzung sein für Security Service und nicht wie hinlänglich behauptet „Schutz Staffel“, denn Staffel reduziert sich auf eine Formation.



Die SS war mehr. Es war ein System mit insgesamt 12 Abteilungen. Eine dieser Abteilungen war in der Berkaer Strasse in Berlin-Schmargendorf untergebracht und residierte wie folgt:

(Eine weitere Einrichtung befand sich nicht weit davon entfernt und zwar eine Druckerei des SS-RSHA Ref. VI F 4a, in der Delbrückstraße 6a, Berlin-Grunewald)



SS-RSHA Amt IV E (Abwehr), Berlin-Schmargendorf, Berkaer Straße 32-35



Allgemein wird darüber verbreitet:

(http://www.geheimprojekte.de/index.php?option=com_content&task=view&id=50&Itemid=38)



Der Komplex sei in den Jahren 1929-31 vom Architekten Alexander Beer als jüdisches Altersheim erbaut worden, dann sei es 1941 enteignet und unter dem SS-General Walter Schellenberg und Walter Huppenkothen sei dort ein politischer Auslandsnachrichtendienst als Amt VI eingerichtet worden.



Schellenberg schreibt dazu in seinen Memoiren angeblich:





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Mit nicht geringem Stolz betrat ich meinen künftigen Arbeitsraum, der mit allen Raffinements der Technik ausgestattet war. Neben einem großen Schreibtisch befand sich ein Rolltisch, auf dem mehrere Telefone und Mikrofone standen. Unsichtbar waren in der Wandverkleidung sowie unter dem Schreibtisch und in der Lampe Abhörgeräte eingebaut, so daß jedes Gespräch und jedes Geräusch automatisch aufgenommen und registriert wurde. An den Fenstern fielem dem Eintretenden kleine Drahtquadrate auf; es waren dies elektrische Sicherungen, die ich abends beim Verlassen des Büros einschaltete und die sämtliche Fenster, Panzerschränke sowie die verschiedenen Eingänge und Büroräume sicherten. Die bloße Annäherung an die durch Selen-Fotozellen gesicherten Räume löste automatisch einen Vollalarm aus, der innerhalb von Sekunden die bewaffnete Wachmannschaft herbeirief. Mein Schreibtisch selbst war wie eine kleine Festung: in ihm waren zwei Maschinenpistolen eingebaut, deren Läufe den Raum mit Kugeln bestreuen konnten. Sobald die Tür aufging, richteten sich die Läufe automatisch auf den Eintretenden. Im Falle der Gefahr hatte ich nur auf einen Knopf zu drücken, um die beiden Waffen in Aktion zu setzen. Mit einem zweiten Knopf vermochte ich gleichzeitig ein Sirenensignal auszulösen, wodurch das ganze Haus sofort von Wachposten an allen Aus- und Eingängen blockiert wurde. Von meinem Dienstwagen aus konnte ich auf eine Entfernung von fünfundzwanzig Kilometern telefonieren und meinen Sekretärinnen fernmündlich diktieren. Wenn ich auf eine Mission in fremde Länder ging, mußte ich mir befehlsgemäß einen künstlichen Zahn einsetzen lassen, der eine genügende Menge Zyankali enthielt, mich innerhalb von dreißig Sekunden der Feindeshand zu entziehen. Außerdem trug ich einen Siegelring mit einem großen blauen Stein, unter dem sich eine weitere Kapsel mit Zyankali befand.

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Nach 1945 soll es erst durch die Engländer übernommen worden sein.



Die Architektur spricht eine andere Sprache. Es handelt sich um die Errichtung eines Bürokomplexes

mit Einrichtungen einer militärischen Absicherung

und der Architektursprache der Hierarchie ( Fotografien vom Januar 2009 ) :



Die Formensprache der Hierarchie: Die dritte Etage des Kubus zum Hohenzollerndamm ist ein enorm hoher über die ganze Etage gehende zweistöckige Halle. Sie diente dem Befehlshaber des Amtes. Alleine aus dieser Tatsache ergibt sich mit hinreichender Sicherheit, dass Beer diesen Gebäudekomplex nicht als eine Einrichtung der Altenpflege geplant und errichtet hatte, sondern ein einer stringenten Hierarchie dienender Bürokomplex.



Beer aus Allenstein hat offen in die Gestaltung den Sinne eingezeichnet.







































Rechts der Haupteingang zum Befehlskubus.







































Amt VI in Richtung Hohenzollerndamm, am Ende der Befehlskubus





































Das Dachgeschoss weist schießschartenartige kleine Fenster aus.





































Ist dies der Flur eines Bürotraktes oder sollte dies dem Aufenthalt alter Menschen dienen?

Erdgeschoss, heute dient es als beengtes Altersheim







































Wachräume im Erdgeschoss im Befehlskubus













































Der Haupteingang ist mit einem Sicht/Kontrolfenster ausgestattet







Auf der Westseite des Gebäudes befinden sich vertiefte Laufgänge







Auffällig auch auf der gesamten Rückseite schießschartenartige kleine Fenster











Mitteltrakt hinten





































Ein Bunker als Gartenhaus











Bunker







Eine Bunkertarnung







Nochmals der Befehlskubus auf der Rückseite mit dem Einbau eines saalartigen Großraumes, das Büro Schellenbergs









Das Ende bildet ein Fahnenturm mit der Orginalstange wohl aus dem Jahre 1931. Dies ist wohlweislich überhaupt keine Anlage, die zu einem Altersheim passt









Der Architekt Beer, der sich selbst als jüdischen Architekten bezeichnete, errichtete auch den Bürokomplex neben der Synagoge in der Oranienburger Strasse, der heute für eine amerikanische politische Stiftung genutzt wird.

Soweit der Architekturbetrachter die Formensprache bewertet, ergibt sich die Tatsache, dass sich zionistisch nennende Menschen israelitischen Glaubens aktiv an der Infrastruktur des Faschismus bereits in den 1920 er Jahren teilgenommen haben. Uns wundert es nicht mehr.

art20 – g.s. 6.1.2009